Globaler Bodenbelagsmarkt wächst dank Asien und dem Nahen Osten um 3,9%
Laut der neuesten IC Market Forecast Global Flooring 2024 von Interconnection Consulting wird die globale Bodenbelagsindustrie bis 2025 um 3,9 % in verkauften Einheiten wachsen. Wenngleich das Wachstum auch uneinheitlich verläuft: Für Asien wird ein Anstieg von 5,6 % prognostiziert, unterstützt durch eine starke Wirtschaftsleistung, einen florierenden…
Globaler Bodenbelagsmarkt wächst dank Asien und dem Nahen Osten um 3,9%
Laut der neuesten IC Market Forecast Global Flooring 2024 von Interconnection Consulting wird die globale Bodenbelagsindustrie bis 2025 um 3,9 % in verkauften Einheiten wachsen. Wenngleich das Wachstum auch uneinheitlich verläuft: Für Asien wird ein Anstieg von 5,6 % prognostiziert, unterstützt durch eine starke Wirtschaftsleistung, einen florierenden Bausektor und die internationalen Expansion der Hersteller. Im Nahen Osten wird einen Wachstum von 6,9 % erwartet, angetrieben durch wirtschaftliche Stabilität, einen Bauboom und eine steigende Nachfrage nach hochwertigen Bodenbelägen. Im Gegensatz dazu wird für Europa und die USA aufgrund der schwachen Bautätigkeit und der wirtschaftlichen Unsicherheit ein Rückgang von -1,8 % bzw. -3,2 % prognostiziert. Diese Verschiebung unterstreicht die zunehmende Dominanz der Schwellenländer in der globalen Industrie und die relative Stagnation der etablierteren Regionen.
Wettbewerbsdruck und Herausforderungen für die Branche
Asiatische Hersteller erobern mit aggressiven Preisstrategien zunehmend globale Marktanteile und setzen westliche Hersteller unter Druck, sich stärker auf Effizienz, Automatisierung und Digitalisierung zu konzentrieren. Branchenführer und CEOs nennen Arbeitskräftemangel, hohe Energiekosten und Unterbrechungen in der Lieferkette als große Herausforderungen. Die Unternehmen begegnen diesen Schwierigkeiten mit der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter, Investitionen in erneuerbare Energien und einer verbesserten Logistik. Trotzdem wird eine vollständige Markterholung nicht vor 2026 erwartet. Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt vor allem in Europa und Nordamerika an Bedeutung, bleibt aber für viele Akteure von untergeordneter Bedeutung. Nur 35,9 % der befragten Branchenvertreter halten es für einen wichtigen Faktor, was die langsamere Einführung von Regulierungen in anderen Regionen widerspiegelt.
Veränderte Marktdynamik und Produkttrends
Keramische Fliesen bleiben mit einem Marktanteil von 44,4 % im Jahr 2024 die dominierende Bodenbelagskategorie, gefolgt von elastischen Bodenbelägen (17,0 %) und Laminat (12,0 %). Laminat gewinnt aufgrund seines günstigen Preises und der einfachen Verlegung zunehmend an Attraktivität (+5,2 % bis 2025), während Parkett und Massivholz stagnieren (+0,4 %). Die zunehmende Do-it-yourself-Kultur treibt auch die Nachfrage nach modularen Bodenbelagslösungen, einschließlich Klick- und Verriegelungssystemen, an, da immer mehr Verbraucher nach kostengünstigen und einfach zu verlegenden Optionen suchen. Darüber hinaus werden hybride Bodenbelagslösungen, die die Vorteile verschiedener Materialien kombinieren, vor allem im Wohnbereich immer stärker nachgefragt.
35% beträgt der Marktanteil der 10 weltweit führenden Bodenbelagsunternehmen
Die zehn größten Bodenbelagsunternehmen der Welt – Armstrong Group, Boen, Bruce, Egger, Gerflor, Lamosa Group, Mohawk, Shaw Floors, Swiss Krono und Tarkett (in alphabetischer Reihenfolge) – kontrollieren zusammen 35 % des Weltmarktes. Die Konzentration variiert jedoch je nach Segment, wobei LVT in Europa 42% erreicht, während es bei Holz/Parkett bis zu 32% sind. Trotz dieser Konzentration der Marktanteile bleibt die Branche in vielen Regionen stark fragmentiert, wobei zahlreiche lokale und regionale Anbieter um Marktanteile konkurrieren.
Zukunftsaussichten: Anpassung an Marktverschiebungen
Da der Markt für Bodenbeläge eng mit dem Bausektor verbunden ist, hängt seine Erholung vom Wachstum dieses Sektors ab. Im Gegensatz zu energieeffizienten Materialien werden Bodenbeläge nicht stark staatlich subventioniert, was sie anfälliger für Rezessionen macht. Es wird erwartet, dass der Markt bis 2026 ein Volumen von 141,58 Mrd. EUR erreichen wird, was Unternehmen zugutekommt, die in der Lage sind, ihre Betriebsabläufe zu optimieren und sich an sich verändernde Trends anzupassen.
[^]Fenstermarkt in DACH weiterhin unter Druck
Der aggregierte Fenstermarkt in den DACH-Ländern befindet sich seit 2022 im Rezessionsmodus. Während der Markt in diesem Jahr hinsichtlich des Volumens relativ unbeeinflusst blieb, folgte 2023 ein erheblicher Rückgang, wobei der Absatz um 11,7 % auf 17,5 Millionen Fenstereinheiten sank. Dieser Abwärtstrend setzte sich 2024 fort, mit einem weiteren Rückgang von 6,3% auf 16,4 Millionen…
Fenstermarkt in DACH weiterhin unter Druck
Der aggregierte Fenstermarkt in den DACH-Ländern befindet sich seit 2022 im Rezessionsmodus. Während der Markt in diesem Jahr hinsichtlich des Volumens relativ unbeeinflusst blieb, folgte 2023 ein erheblicher Rückgang, wobei der Absatz um 11,7 % auf 17,5 Millionen Fenstereinheiten sank. Dieser Abwärtstrend setzte sich 2024 fort, mit einem weiteren Rückgang von 6,3% auf 16,4 Millionen Einheiten. Die Entwicklung für 2025 bleibt schwach, mit einem prognostizierten leichten Rückgang des Volumens um 1,2 % auf 16,2 Millionen Fenstereinheiten, wie eine neue Studie von Interconnection Consulting zeigt.
Neubau deutlich geschrumpft
Vor allem der Fensterabsatz im Neubaubereich wurde durch die hohen Baufinanzierungskosten deutlich beeinträchtigt. Der aggregierte Fenstermarkt DACH im Neubau ist im Zeitraum 2022 bis 2024 um 29,4% auf 6,6 Millionen Fenstereinheiten geschrumpft, die Sanierung blieb hingegen bereits 2024 positiv mit einem leichten Plus von 0,5% nach Menge. Für 2025 wird erwartet, dass 61,9% aller Fenster im Sanierungssegment verkauft werden, während der Neubauanteil weiter abnimmt. Ein Aufschwung im Neubau am Fenstermarkt DACH wird erst ab 2026 erwartet.
Sanierungsbonus sorgt in Österreich für Wachstum im Sanierungssegment
Ein wirklicher Aufschwung im Sanierungssegment am Fenstermarkt in DACH konnte 2024 nur in Österreich festgestellt werden (+7,5%). Dieser Aufschwung passierte jedoch in Österreich von einem sehr niedrigen Niveau aus. Anders als in Deutschland ist in Österreich die Sanierung auch während der Corona-Pandemie 2020 geschrumpft und blieb darüber hinaus in den Jahren 2022 und 2023 rückläufig, da mehr in Photovoltaik und Heizungssystemtausch investiert wurde als in die Gebäudehülle (Fensteraustausch). Für 2025 wird für alle drei Märkte im Sanierungsbereich eine Erholung erwartet, da aufgrund der gesunkenen Finanzierungs- und Materialkosten die Märkte etwas an Dynamik gewinnen werden. „Für den Neubau ist die Erholung allerdings erfahrungsgemäß etwas länger als in der Sanierung, da die Baugenehmigungen erst mit 2025 eine positive Dynamik annehmen“, erklärt Laszlo Barla, Autor der Studie.
Kunststoff-Fenster mit Marktanteilsrückgang aufgrund des schwachen Wohnbaus
Da der Wohnbau in allen drei Märkten stärker gefallen ist als der Nicht-Wohnbau in den Jahren 2023 und 2024, ist der Anteil der reinen Kunststoff-Fenster (ohne Kombinationen) von 49,0% im Jahr 2022 auf 48,3% gefallen. Rückläufig sind auch Fenster aus reinem Holz (hoher Wartungsaufwand, nicht im Trend der Convenience) mit einem Mengenanteil von 11,0% im Jahr 2024. Fenster aus Metall haben gegenüber 2022 (18,0%) etwas an Anteilen gewonnen und stehen 2024 bei 18,5%. Kombinationen weisen die stärkste Dynamik auf und machen zusammen 22,1% des Marktes in DACH aus, wobei sie besonders stark in Österreich und der Schweiz vertreten sind.
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